By: brigitta taube On: März 08, 2018 In: Allgemein Comments: 0

Liebe Malfreunde, heute möchte ich Euch über eine „Malform“ von mir berichten, die im allerweitesten Sine etwas mit dem abstrakten Expressionismus, den Dripping Pictures von Jackson Pollock, zu tun hat, andererseits aber etwas eigenes ist und weit entfernt von der hochkarätigen Kunst eines Jackson Pollock. Dabei trifft die Bezeichnung „action painting“ schon das, was ich Euch beschreiben möchte. Ich zitiere Wikipedia zum abstrakten Expressionismus: „… dass das Gefühl, die Emotion und die Spontanität wichtiger waren als Perfektion, Vernunft und Reglementierung …“.

Im Gegensatz zum abstrakten Expressionismus, dessen Bilder schon eine längere Entstehungsphase aufweisen, ist meine neue Malerfahrung innerhalb von 10 Minuten beendet. Ich habe auch nach einem Namen gesucht, aber alle meine Einfälle gab es schon. Als erstes fiel mir „Speed Painting“ ein, ach nee, da gibt es doch D. Westry, den Master of Speed Painting (übrigens empfehle ich Euch das faszinierende Video „D. Westry, Master Speed Painter“ auf YouTube) oder Daisy Naidu. „Digital Speed Painting“ ist auch zur Zeit ganz in.

Weniger gut sind Leute, die Splash oder Splatter Painting anbieten. Im Gegensatz zum Speed Painting sind die Ergebnisse sehr flach.

Irgendwann gingen mir die Ideen für einen Namen für meine neue Malerfahrung aus, und deshalb werde ich Euch einfach mal beschreiben, was ich meine. Ich erzähle davon, weil ich es Euch zur Nachahmung empfehlen möchte, vor allem denjenigen, die klassisch realistisch und meist sehr detailverliebt malen. Leute – befreit euch!
Meine Art zu malen war bisher irgendetwas zwischen realistisch und abstrakt, immer mit positiven Farben. So wird es vermutlich auch bleiben. Zusätzlich habe ich aber einen neuen Spaß erfunden:
Wenn ihr Euer Bild, an dem Ihr gerade malt oder spachtelt, fast beendet habt, und Ihr hier und da noch etwas ändert und eigentlich immer unzufriedener werdet, weil „heute wieder gar nichts klappt“, dann nehmt eine leere oder einfarbig grundierte Leinwand, einen dicken Pinsel, vorzugsweise einen Flachpinsel, stellt Euch eine Euch angenehme Form vor (bei mir ist das Ei) und fahrt in breiter, ungestümer Form mit einer Farbe Eurer Palette (Eures Hauptbildes) über die Leinwand, dann nehmt die zweite Farbe Eurer Palette und macht das gleiche, eventuell auch mit einer dritten. dabei geht alles so schnell, dass Ihr nicht zum Nachdenken kommt, habt nur die Hauptform im Kopf.

Zwei meiner „Malbefreiungen“ zeige ich Euch, weil ich sie in den Proportionen gut finde, zwei andere habe ich später übermalt, weil sie mir nicht gefielen. Probiert es aus, Ihr werdet sehen, dass Ihr 10 Minuten Höllenspass habt! („Das schwangere Ei“ war eine Sache von fünf Minuten. Für mich ist es perfekt, mit Planung und Vorarbeit hätte ich es nie so hinbekommen.) Den Titel für Euer „Schnellprodukt“ müsst Ihr allerdings erst nachher finden!

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